Um JTL und Shopify zu verbinden, installierst du den JTL Shopify Connector (im App Store: JTL ERP-Connector), verknüpfst ihn mit deinem JTL-Kundenkonto und legst Shopify in der Wawi als Verkaufskanal an. Entscheidend ist danach die Produktdatenstruktur: eine einzige Wurzelkategorie wie „Alle Produkte“ statt verschachtelter Kategorien, Eigenschaften als Tags mit den konkreten Werten, saubere Beschreibungen ohne alte HTML-Formatierungen und Zusatzinfos als benutzerdefinierte Attribute nach dem Schema meta_name:namespace:typ. Dann landen alle Produktdaten korrekt in Shopify, während Bestellabwicklung und Datenpflege weiter in JTL bleiben.
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Im Video zeige ich dir die Einrichtung direkt in JTL und Shopify. Hier findest du alle Schritte zum Nachlesen, inklusive der exakten Schreibweise für Metafelder.
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Voraussetzungen
- JTL-Wawi ist eingerichtet und läuft
- Dein Shopify-Shop ist angelegt: Account, Adresse, Abo
- Du hast einen JTL-Kundenkonto-Zugang. Den Connector bezahlst du separat bei JTL
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JTL Shopify Connector installieren
Den Connector installierst du wie jede andere App aus dem Shopify App Store. Danach meldest du dich mit deinem JTL-Kundenkonto an und klickst dich durch die Einrichtung. Dabei kann nichts kaputtgehen. JTL hat dafür auch eine eigene Anleitung, an der du dich gut orientieren kannst.
Connector-Einstellungen
In den Connector-Einstellungen im JTL-Kundencenter sind zwei Punkte wichtig:
- Steuersätze: Trag alle Mehrwertsteuersätze ein, die du nutzt, kommasepariert. In der Regel 19 und 7. Fehlen sie, gibt es in der Wawi Probleme mit der richtigen Steuerklasse. Die Grundlagen auf Shopify-Seite findest du im Beitrag Shopify Steuern richtig einstellen
- Checkboxen: Setz alle Haken, vor allem den für Shopify-Metafelder. Ohne ihn kommen deine Attribute später nicht an
Anschließend legst du Shopify in der Wawi als neuen Verkaufskanal an. Danach steht die Verbindung.
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Kategorien: eine Wurzelkategorie reicht
Das versteht kaum jemand, der von JTL kommt: Deine bestehenden JTL-Kategorien haben mit deinem Shopify-Shop erstmal nichts zu tun. Shopify kennt keine verschachtelten Kategorien, sondern Kollektionen. Der Connector überträgt nur die oberste Ebene.
Beispiel: Du hast die Kategorie „Tische“ mit den Unterkategorien Holztische, Metalltische und Plastiktische. In Shopify kommt nur „Tische“ an, alle Produkte aus den Unterkategorien landen dort.
Meine Empfehlung: Bau in JTL keine eigene Kategoriestruktur für Shopify. Leg für den Shopify-Kanal eine einzige Wurzelkategorie an, zum Beispiel „Alle Produkte“, und pack dort alle Artikel rein, die in den Shop sollen. In Shopify erscheint sie als Kollektion „Alle Produkte“. Die eigentliche Struktur für Kund:innen baust du in Shopify über Tags und automatische Kollektionen.
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Produktdaten, Produkttyp und Anbieter
Titel, Preis, Beschreibung, SKU, Barcode und Grundpreis werden in der Regel ohne Probleme übertragen. Die Felder heißen in Shopify nur anders.
Zwei Werte solltest du gezielt pflegen:
- Anbieter (Vendor): wird in der Regel automatisch übertragen
- Produkttyp: Leg dafür in JTL das Attribut product_type an. Bei Variationsartikeln setzt du es nur am Vaterartikel
Für den Shop selbst sind beide Werte nicht zwingend. Für Google Shopping sind sie aber relevant. Wenn du Google Ads schaltest oder planst, schick sie unbedingt mit. Wie du deine Produktdaten im Merchant Center danach noch besser nutzt, liest du im Beitrag Merchant Center mit Subfeeds optimieren.
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Tags: die Basis für deine Kollektionen
Tags sind in Shopify eine reine Kennzeichnung. Sie erscheinen nicht im Shop und spielen für Google keine Rolle. Sie dienen dazu, Produkte im Backend zu segmentieren und Regeln darauf aufzubauen, zum Beispiel automatische Kollektionen oder Automatisierungen für Shopify.
In JTL pflegst du dafür das Attribut tags mit einer kommaseparierten Liste. Bei Variationsartikeln nur am Vaterartikel.
Wichtig ist, was du als Tag überträgst: nicht den Namen der Eigenschaft, sondern den konkreten Wert. Verkaufst du Blumen, überträgst du nicht „Blumen“, sondern „Rose, Tulpe, Lilie“. Aus diesen Werten baust du in Shopify automatische Kollektionen. Das ist flexibel, leicht erweiterbar und skaliert mit deinem Sortiment.
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Beschreibungen: alte Formatierungen entfernen
Hast du JTL bisher als Shopsystem genutzt, stecken in den Beschreibungen oft Formatierungen: Links, Bilder, farbige Texte. Die kommen 1:1 in Shopify an. Dazu kommen meistens CSS-Klassen aus dem alten System, die in deinem Shopify-Theme Probleme machen können.
So prüfst du das:
- Schick zuerst einen einzelnen Artikel zu Shopify
- Öffne die Beschreibung im Shopify-Admin und klick auf das Code-Symbol
- Achte auf class-Angaben, eingebettete Bilder oder Inline-Styles
Siehst du sowas, entfern die Formatierungen in der Wawi und schick den Artikel sauber neu rüber. Es funktioniert zwar auch mit Altlasten, macht aber später fast immer Ärger.
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Metafelder: Attribute richtig übertragen
Zusätzliche Produktinfos wie Material, Pflegehinweise oder Produktvorteile landen in Shopify in Metafeldern. In JTL legst du sie als benutzerdefinierte Attribute an, nicht als Funktionsattribute.
Schritt 1: Metafeld in Shopify anlegen
Unter Einstellungen -> Benutzerdefinierte Daten -> Produkte legst du eine neue Definition an, zum Beispiel usp1. Als Typ wählst du für den Start nur eine von zwei Optionen:
- Einzeiliger Text: für kurze Werte oder einzelne Wörter
- Mehrzeiliger Text: für Werte aus mehreren Sätzen
Shopify setzt automatisch den Namespace custom, solange du ihn nicht änderst. Wie du Metafelder für deine Produktseiten sinnvoll einsetzt, zeige ich auch im Beitrag Produktdetailseite Best Practices.
Schritt 2: Attribut in JTL benennen
Damit der Connector das Attribut dem Metafeld zuordnet, muss der Name exakt diesem Schema folgen: meta_ + Name, dann Doppelpunkt + Namespace, dann Doppelpunkt + Feldtyp.
- Einzeiliger Text: meta_usp1:custom:single_line_text_field
- Mehrzeiliger Text: meta_usp1:custom:multi_line_text_field
Ohne Namespace nutzt der Connector den Namespace global, das passt dann nicht zu deinem Shopify-Metafeld. Gib den Namespace deshalb immer mit an.
Mit dieser Logik kannst du jeden Wert aus deiner Wawi sauber an Shopify übergeben. Du hast im Shop alle Möglichkeiten von Shopify, während Produktdatenpflege und Bestellabwicklung weiter in JTL laufen.
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Abgleich und Bestellungen
Bestellungen aus Shopify holt die Wawi beim Onlineshop-Abgleich ab, Versandstatus und Trackingnummer gehen nach dem Versand zurück. Ohne weitere Einrichtung startest du den Abgleich manuell. Für einen automatischen Abgleich in festen Intervallen nutzt du den JTL-Worker. Der läuft auf dem Rechner der Wawi, der dafür dauerhaft laufen muss.
Nach der Einrichtung ist die Wawi führend. Änderungen an Produkten machst du in JTL, sonst überschreibt der nächste Abgleich sie in Shopify. Sichere vor dem ersten großen Abgleich deine Wawi-Datenbank.
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Häufige Fragen
Warum kommen meine Unterkategorien nicht in Shopify an?
Shopify kennt keine verschachtelten Kategorien. Der Connector überträgt nur die oberste Ebene. Nutze eine Wurzelkategorie und baue die Struktur in Shopify über Tags und automatische Kollektionen.
Warum wird mein Attribut nicht als Metafeld übertragen?
Meist liegt es an einem von drei Punkten: Es ist ein Funktionsattribut statt eines benutzerdefinierten Attributs, der Name folgt nicht exakt dem Schema meta_name:namespace:typ oder der Haken für Metafelder in den Connector-Einstellungen fehlt.
Werden Tags im Onlineshop angezeigt?
Nein. Tags sind nur im Shopify-Backend sichtbar und dienen der Segmentierung und für automatische Kollektionen.
Ist der JTL Shopify Connector kostenlos?
Die App ist kostenlos installierbar, für den Connector rechnet JTL aber separat ab.
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