11.8.26

Best Practices für deine Produktdetailseite

Fabian Bauer
SEM & CRO Manager
Inhaltsverzeichnis
Du möchtest deine Produktdetailseiten optimieren? Jetzt Kontakt aufnehmen.
Hier klicken
Die Produktdetailseite ist eine der wichtigsten Seiten in deinem Shopify Shop. Sie ist häufig der erste Kontaktpunkt für potenzielle Kunden, die über Google, Social Media oder bezahlte Werbung auf dein Produkt aufmerksam werden. Deshalb sollte die Produktdetailseite nicht nur gut aussehen, sondern vor allem die Fragen der Zielgruppe beantworten und Kaufbarrieren abbauen.

{{divider}}

Warum die Produktdetailseite so wichtig ist

Die Produktdetailseite – kurz PDP für „Product Detail Page“ – bekommt in vielen Onlineshops einen großen Teil des gesamten Traffics. Gerade bei Google landen Nutzer häufig direkt auf einer Produktseite, wenn sie nach einem konkreten Produkt suchen.

Auch bei Google Ads führt der Weg meistens direkt zur Produktdetailseite. Die Startseite oder eine Kategorie kann zwar für bestimmte Kampagnen sinnvoll sein, bei konkreten Produktanfragen ist die PDP aber in der Regel der zentrale Anlaufpunkt.

Das bedeutet: Deine Produktdetailseite muss für sich alleine funktionieren.

Ein Nutzer sollte nicht erst mehrere Seiten durchsuchen müssen, um herauszufinden, was das Produkt kann, für wen es geeignet ist, wie viel es kostet oder wann es geliefert wird.

{{divider}}

Starte mit einem soliden Fundament

Gerade am Anfang besteht schnell die Versuchung, eine Produktseite mit möglichst vielen Funktionen und Modulen auszustatten. Doch bevor du dich mit jedem möglichen Feature beschäftigst, solltest du zunächst ein solides Fundament schaffen.

Eine gute Produktdetailseite sollte die wichtigsten Informationen übersichtlich präsentieren und die Fragen deiner Zielgruppe beantworten. Erst wenn du Traffic auf die Seite bringst und Daten sammelst, kannst du auf dieser Basis weitere Hypothesen entwickeln und die Seite gezielt optimieren.

Dabei gilt: Nicht jede Funktion, die ein anderer Onlineshop verwendet, muss auch für deinen Shop sinnvoll sein. Was funktioniert, hängt unter anderem von deinem Produkt, deiner Zielgruppe, deinem Sortiment und deinem Geschäftsmodell ab.

{{divider}}

Diese Elemente gehören auf eine gute Produktdetailseite

Es gibt kein universelles Schema, das für jeden Shopify Shop funktioniert. Einige Elemente können dir aber als Orientierung für den Aufbau deiner Produktdetailseite dienen.

Breadcrumbs für bessere Orientierung

Direkt im oberen Bereich der Produktseite kann ein Breadcrumb-Menü sinnvoll sein.

Damit sehen Nutzer sofort, wo sie sich innerhalb deines Shops befinden. Gerade bei umfangreicheren Sortimenten kann das die Orientierung erleichtern und zusätzliche Navigationsmöglichkeiten schaffen.

Social Proof schafft Vertrauen

Social Proof ist ein wichtiger Bestandteil einer Produktdetailseite. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kundenbewertungen
  • Testimonials
  • Auszeichnungen
  • Zertifikate
  • Erwähnungen in Medien
  • Kooperationen mit bekannten Personen

Solche Elemente können dazu beitragen, Vertrauen in dein Produkt und deine Marke aufzubauen. Besonders bei unbekannten Marken kann Social Proof eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung spielen.

Aussagekräftiger Titel und Subheadline

Der Produkttitel sollte klar vermitteln, um welches Produkt es sich handelt.

Zusätzlich kann eine Subheadline dabei helfen, den konkreten Nutzen oder eine wichtige Eigenschaft des Produkts hervorzuheben. So bekommt der Nutzer bereits im oberen Bereich der Seite eine Antwort auf die Frage:

Warum ist dieses Produkt für mich relevant?

Preis und USPs klar kommunizieren

Der Preis sollte sofort sichtbar sein. Gleiches gilt für die wichtigsten Vorteile des Produkts.

Deine USPs sollten dabei nicht einfach allgemeine Marketingaussagen sein. Sie sollten möglichst konkret vermitteln, welchen Vorteil der Kunde durch das Produkt erhält.

Lieferzeit nicht verstecken

Auch die Lieferzeit kann einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben.

Wenn ein Kunde nicht weiß, wann sein Produkt ankommt, kann dadurch Unsicherheit entstehen. Deshalb sollte die Information zur Lieferung möglichst prominent und verständlich dargestellt werden.

{{divider}}

Nutzer scannen statt zu lesen

Eine wichtige Grundlage beim Aufbau einer Produktdetailseite: Die meisten Nutzer lesen nicht jeden Text vollständig.

Sie scannen die Seite nach den Informationen, die für ihre Kaufentscheidung relevant sind.

Deshalb solltest du deine Inhalte klar strukturieren und wichtige Informationen schnell erfassbar machen. Lange Textblöcke sind dabei nicht grundsätzlich schlecht – sie sollten aber sinnvoll aufgeteilt und durch Überschriften, Listen oder andere visuelle Elemente strukturiert werden.

{{divider}}

Beantworte die Fragen deiner Zielgruppe

Eine gute Produktdetailseite sollte nicht nur das Produkt beschreiben. Sie sollte vor allem die Fragen beantworten, die sich potenzielle Kunden vor dem Kauf stellen.

Je nach Produkt können dabei völlig unterschiedliche Informationen relevant sein.

Bei einem Kosmetikprodukt können beispielsweise Inhaltsstoffe besonders wichtig sein. Bei einem Möbelstück interessieren sich Kunden vielleicht stärker für Maße, Material und Lieferzeit. Bei einem technischen Produkt können technische Daten und Kompatibilität entscheidend sein.

Überlege deshalb:

Welche Informationen braucht meine Zielgruppe, um eine Kaufentscheidung treffen zu können?

Genau diese Informationen sollten auf der Produktdetailseite möglichst einfach zugänglich sein.

{{divider}}

Inhaltsstoffe und Produktinformationen transparent darstellen

Gerade bei Produkten, bei denen Inhaltsstoffe oder Materialien eine wichtige Rolle spielen, solltest du diese Informationen transparent darstellen.

Kunden möchten häufig nicht nur wissen, was ein Produkt macht, sondern auch, woraus es besteht und welche Eigenschaften die einzelnen Bestandteile haben.

Dabei kommt es nicht nur auf die vorhandenen Informationen an, sondern auch auf deren Darstellung. Inhalte sollten verständlich aufbereitet sein und nicht unnötig kompliziert wirken.

{{divider}}

Das Problem des Kunden in den Mittelpunkt stellen

Eine Produktbeschreibung sollte nicht ausschließlich erklären, was dein Produkt ist.

Viel interessanter ist für den Kunden häufig die Frage:

Welches Problem löst dieses Produkt für mich?

Wenn du dieses Problem klar ansprichst und anschließend zeigst, wie dein Produkt dabei hilft, wird der Nutzen deutlich greifbarer.

Statt ausschließlich Eigenschaften aufzulisten, solltest du deshalb überlegen, welche konkreten Probleme, Wünsche oder Bedürfnisse hinter dem Kauf stehen.

{{divider}}

Produktvorteile ausführlich erklären

Je weiter Nutzer auf einer Produktdetailseite nach unten scrollen, desto mehr Informationen solltest du ihnen zur Verfügung stellen.

Hier kannst du die wichtigsten Produktvorteile ausführlicher erklären und gleichzeitig typische Fragen und Einwände beantworten.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Text auf die Seite zu packen. Entscheidend ist, dass die Inhalte tatsächlich bei der Kaufentscheidung helfen.

Frag dich deshalb:

  • Welche Fragen stellt sich ein potenzieller Kunde?
  • Welche Zweifel könnten ihn vom Kauf abhalten?
  • Welche Informationen fehlen ihm möglicherweise noch?
  • Welche Vorteile sind für ihn besonders relevant?

Die Produktdetailseite sollte diese Fragen möglichst direkt beantworten.

{{divider}}

Kundenbewertungen als wichtiger Social Proof

Kundenbewertungen gehören für viele Shops zu den wichtigsten Vertrauenselementen.

Potenzielle Kunden sehen dadurch, dass andere Menschen das Produkt bereits gekauft und Erfahrungen damit gesammelt haben.

Wenn dein Shop über genügend Bewertungen verfügt, solltest du diese deshalb nicht irgendwo verstecken, sondern sinnvoll auf der Produktdetailseite integrieren.

Dabei können sowohl Bewertungen als auch einzelne Testimonials oder andere Erfahrungen von Kunden genutzt werden.

{{divider}}

Baue nicht nur Produkte, sondern eine Marke auf

Eine Produktdetailseite sollte nicht ausschließlich auf den einmaligen Verkauf ausgerichtet sein.

Langfristig ist es interessanter, Kunden an deine Marke zu binden. Eine starke Marke kann dafür sorgen, dass Kunden nicht nur wegen eines einzelnen Produkts wiederkommen, sondern auch wegen der Werte, der Community oder des gesamten Markenerlebnisses.

Je nach Geschäftsmodell können beispielsweise Community-Elemente, Loyalty-Programme oder Empfehlungen von anderen Kunden dabei eine Rolle spielen.

{{divider}}

Zeige, warum dein Produkt besser passt

In vielen Märkten stehen Kunden vor der Auswahl zwischen mehreren ähnlichen Produkten.

Hier kann es sinnvoll sein, die Unterschiede zu Wettbewerbern klar herauszuarbeiten.

Ein Vergleich kann beispielsweise zeigen:

  • Welche Eigenschaften dein Produkt besitzt
  • Welche Vorteile dein Produkt gegenüber Alternativen bietet
  • Für welche Zielgruppe dein Produkt besonders geeignet ist
  • Warum sich der höhere oder niedrigere Preis rechtfertigt

Du musst dabei nicht zwangsläufig deine Konkurrenz namentlich nennen. Wichtig ist vielmehr, dass der Kunde versteht, warum dein Produkt für seinen konkreten Anwendungsfall die passende Wahl ist.

{{divider}}

Kaufeinwände direkt auf der Produktseite behandeln

Ein wichtiges Ziel der Produktdetailseite ist es, den Nutzer auf der Seite zu halten.

Wenn ein potenzieller Kunde eine Frage hat und deshalb erst auf eine andere Seite wechseln muss, besteht die Gefahr, dass er den Kaufprozess abbricht.

Deshalb sollten typische Einwände möglichst direkt auf der Produktseite beantwortet werden.

Eine FAQ-Sektion kann dafür beispielsweise sehr sinnvoll sein. Der Kunde muss dadurch nicht erst auf eine allgemeine FAQ-Seite wechseln, sondern bekommt die relevanten Antworten direkt dort, wo die Kaufentscheidung stattfindet.

Auch Umfragen können dabei helfen, herauszufinden, warum Nutzer nicht kaufen. Ein sogenanntes „Friction to Purchase Survey“ kann beispielsweise gezielt nach den Gründen fragen, die einen Kauf verhindern.

Die Antworten können anschließend genutzt werden, um die Produktdetailseite weiter zu optimieren.

{{divider}}

Nicht jede Produktseite braucht dieselben Elemente

Ein wichtiger Punkt bei der Optimierung: Es gibt nicht die eine perfekte Produktdetailseite.

Ein Shopify Shop mit zehn Produkten hat andere Anforderungen als ein Shop mit 10.000 Produkten.

Auch das Produkt selbst spielt eine große Rolle. Verkaufst du beispielsweise eine bekannte Marke, muss die Produktseite möglicherweise weniger Überzeugungsarbeit leisten, weil die Marke bereits Vertrauen schafft.

Bei unbekannten Marken oder erklärungsbedürftigen Produkten können dagegen ausführliche Produktvorteile, Social Proof, Zertifikate, Testimonials und weitere Vertrauenselemente besonders wichtig sein.

Bei hochpreisigen Produkten solltest du außerdem mögliche Risiken aus Sicht des Kunden berücksichtigen. Garantien, Rückgabemöglichkeiten oder andere Sicherheitsaspekte können hier eine größere Rolle spielen.

{{divider}}

Produktdetailseiten regelmäßig optimieren

Eine Produktdetailseite sollte nicht einmal erstellt und anschließend für immer unverändert gelassen werden.

Schau dir regelmäßig an, welche Fragen deine Kunden haben, wo Nutzer abspringen und welche Informationen möglicherweise fehlen.

Du kannst dabei unterschiedliche Varianten testen und anhand von Daten und Nutzerfeedback herausfinden, welche Änderungen tatsächlich einen positiven Effekt haben.

Gerade bei großen Produktkatalogen solltest du außerdem immer den Aufwand im Verhältnis zum möglichen Nutzen betrachten. Eine Änderung, die bei zehn Produkten problemlos umgesetzt werden kann, kann bei mehreren zehntausend Produkten einen erheblichen technischen und organisatorischen Aufwand verursachen.

Nutze die genannten Punkte deshalb als Leitfaden und entscheide für deinen Shopify Shop individuell, welche Elemente tatsächlich sinnvoll sind.

Autorenbox

Hi, ich bin Fabian und unterstütze  Shopify-Shops. Mein Fokus liegt dabei auf zwei Bereichen: der Optimierung von Onlineshops und der gezielten Traffic-Generierung über Google. Und wenn zwischen Kundenprojekten noch etwas Zeit bleibt, teile ich hier im Blog praktische Tipps – direkt aus der Praxis für die Praxis.

Fabian Bauer Headshot
Fabian Bauer
SEM & CRO Manager für Shopify

Shopify Kosten Rechner

Gib deine Spezifikationen ein und erhalte den zukünftigen Preis für deinen Shop. Shopify bietet verschiedene Pläne für unterschiedliche Bedingungen. In der Praxis sind die Kosten für einen Shopify-Onlineshop höher als die monatlichen Abonnementgebühren.

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Empfohlener Plan: Shopify Plus

Monatliche Kosten: ab 2500 €
Jährliche Kosten bei Vorauszahlung (20% Rabatt): 100 €
Transaktionsgebühren: Keine