6.10.26

Shopify Menü erstellen und optimieren

Fabian Bauer
SEM & CRO Manager
Grafik zum Thema Shopify
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Verlierst du Kunden, weil deine Navigation sie verwirrt?
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Die Navigation eines Onlineshops entscheidet in Sekunden darüber, ob Besucher:innen finden, was sie suchen – oder abspringen. Wer sein Shopify Menü nicht bewusst strukturiert, verschenkt Conversion-Potenzial an jeder Ecke. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du Menüs in Shopify korrekt anlegst, sinnvoll aufbaust und gezielt optimierst. Du bekommst konkrete Empfehlungen, keine Theorie.

Das Video zeigt den gesamten Prozess direkt im Shopify-Backend – von der ersten Menüstruktur bis zur Einbindung ins Theme. Die folgenden Abschnitte gehen tiefer auf die Entscheidungen ein, die hinter einer guten Navigation stehen, und erklären, warum bestimmte Strukturen besser funktionieren als andere.

Wo du Menüs in Shopify findest und anlegst

Menüs verwaltest du in Shopify unter Onlineshop -> Navigation. Dort siehst du standardmäßig zwei bereits angelegte Menüs: das Hauptmenü (Header) und das Footer-Menü. Beide kannst du bearbeiten, umbenennen oder durch eigene Menüs ergänzen.

Um ein neues Menü anzulegen, klickst du auf "Menü hinzufügen", vergibst einen internen Titel und fügst dann einzelne Menüpunkte hinzu. Jeder Menüpunkt braucht einen Anzeigetext und ein Ziel – das kann eine Seite, eine Kollektion, ein Produkt, ein Blog oder eine externe URL sein.

Wichtig zu verstehen: Das Anlegen eines Menüs in der Navigation hat keine Auswirkung auf deinen Shop, solange dieses Menü nicht im Theme eingebunden ist. Die Verknüpfung passiert im Theme-Editor unter Onlineshop -> Themes -> Anpassen.

Hauptmenü: Was rein gehört und was nicht

Das Hauptmenü ist der primäre Orientierungspunkt für Besucher:innen. Es sollte auf einen Blick zeigen, was der Shop zu bieten hat – ohne zu überladen. Als Faustregel gilt: maximal fünf bis sieben Hauptpunkte auf oberster Ebene. Wer mehr braucht, hat in der Regel ein Strukturproblem, kein Navigationsproblem.

Welche Punkte ins Hauptmenü gehören, hängt vom Sortiment ab. Typische Strukturen:

  • Kollektionen als Hauptpunkte, wenn das Sortiment klar in Kategorien aufgeteilt ist
  • Eine Startseite-Verlinkung ist meistens überflüssig – das Logo übernimmt diese Funktion
  • "Sale" oder "Neu" können sinnvolle Ergänzungen sein, wenn sie regelmäßig gepflegt werden
  • Seiten wie "Über uns" oder "Kontakt" gehören ins Footer-Menü, nicht ins Hauptmenü

Untermenüs und Dropdown-Strukturen richtig aufbauen

Shopify unterstützt verschachtelte Menüpunkte – also Untermenüs, die als Dropdown erscheinen, wenn das Theme das entsprechend umsetzt. Du kannst Menüpunkte per Drag-and-drop einrücken, um sie einem übergeordneten Punkt zuzuordnen.

Beachte dabei: Shopify unterstützt nativ nur eine Verschachtelungsebene. Manche Themes erlauben tiefere Strukturen über eigene Logik, aber das ist theme-abhängig und nicht garantiert. Plane deine Navigation also so, dass zwei Ebenen ausreichen.

Wann ein Mega-Menü sinnvoll ist

Bei großen Sortimenten mit vielen Kategorien und Unterkategorien stoßen einfache Dropdowns an ihre Grenzen. Hier kommen Mega-Menüs ins Spiel – großflächige Navigationsflächen, die mehrere Spalten, Bilder oder Featured Links anzeigen können. Ob dein Theme das unterstützt, findest du in den Theme-Einstellungen oder der Dokumentation des Theme-Anbieters.

Im Video wird gezeigt, wie sich ein solches Mega-Menü im Theme-Editor konfigurieren lässt – besonders hilfreich, wenn du die Optionen deines Themes noch nicht vollständig kennst.

Footer-Menü: Unterschätzt, aber wichtig

Das Footer-Menü wird oft stiefmütterlich behandelt. Dabei ist es der Ort, an dem Besucher:innen gezielt nach Informationen suchen, die sie im Hauptmenü nicht gefunden haben – oder die dort bewusst nicht platziert wurden.

Typische Inhalte für das Footer-Menü:

  • Impressum, Datenschutzerklärung, AGB – diese Seiten müssen aus rechtlichen Gründen erreichbar sein
  • Versand- und Rückgabebedingungen
  • Kontaktseite und FAQ
  • Über uns – sofern relevant für die Marke

Viele Themes erlauben mehrere Spalten im Footer, denen du jeweils ein eigenes Menü zuweisen kannst. Lege dafür in Shopify einfach separate Menüs an – zum Beispiel "Footer Rechtliches" und "Footer Service" – und weise sie im Theme-Editor den entsprechenden Spalten zu.

Menüpunkte benennen: Klarheit schlägt Kreativität

Die Beschriftung von Menüpunkten ist kein Ort für Markenjargon oder clevere Wortspiele. Besucher:innen scannen Menüs in Millisekunden – sie brauchen sofort verständliche Bezeichnungen, keine Rätsel.

Ein paar Prinzipien, die in der Praxis funktionieren:

  • Kurz und konkret: "Jacken" statt "Unsere Jacken-Kollektion"
  • Konsistente Formulierungen: entweder durchgehend Substantive oder durchgehend Verben, nicht gemischt
  • Keine Abkürzungen, die nur intern verständlich sind
  • Begriffe verwenden, die Besucher:innen auch in der Suche eingeben würden

Menü im Theme einbinden und testen

Nachdem du ein Menü in der Navigation angelegt hast, musst du es im Theme-Editor aktiv einbinden. Gehe dafür zu Onlineshop -> Themes -> Anpassen. Wähle dort den Header-Bereich aus – die meisten Themes zeigen dort eine Option "Menü" oder "Navigation", bei der du aus deinen angelegten Menüs wählen kannst.

Teste die Navigation nach Änderungen immer auf verschiedenen Geräten. Was auf dem Desktop übersichtlich wirkt, kann auf dem Smartphone zusammenbrechen – besonders bei tiefen Dropdown-Strukturen. Die mobile Navigation funktioniert in den meisten Themes über ein Hamburger-Menü und kann im Theme-Editor separat konfiguriert werden.

Auf was du beim Testen achten solltest

  • Sind alle Links klickbar und führen zum richtigen Ziel?
  • Funktionieren Dropdowns auf Touch-Geräten korrekt?
  • Ist die Navigation auf Mobilgeräten vollständig zugänglich, ohne zu scrollen?
  • Gibt es Menüpunkte, die ins Leere führen (z.B. leere Kollektionen)?

Häufige Fehler bei der Shopify-Navigation

In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Probleme auf. Die meisten lassen sich vermeiden, wenn man die Struktur vor dem Aufbau einmal kurz auf Papier skizziert.

  • Zu viele Hauptpunkte: Überfüllte Menüs überfordern – lieber weniger, dafür klarer strukturiert
  • Menü angelegt, aber nicht eingebunden: Das Menü existiert in Shopify, taucht im Shop aber nicht auf
  • Verlinkung auf leere Seiten oder Kollektionen ohne Produkte
  • Mobile Navigation wird nicht getestet – und bricht auf kleinen Bildschirmen zusammen
  • Rechtliche Seiten fehlen im Footer – ein Thema, das du unbedingt von einer Fachperson prüfen lassen solltest

Navigation als Teil der Shop-Optimierung

Die Menüstruktur ist kein einmaliges Setup. Wenn du neue Kollektionen einführst, Kategorien zusammenlegst oder das Sortiment umbaust, sollte die Navigation daran angepasst werden. Ein Menü, das vor zwei Jahren funktioniert hat, kann heute eine Sackgasse sein.

Beobachte regelmäßig, welche Navigationspfade Besucher:innen tatsächlich nutzen. Shopify selbst liefert dazu keine tiefen Insights – du brauchst ein Analyse-Tool wie Google Analytics 4 oder Hotjar, um zu verstehen, wo Besucher:innen abspringen oder nicht weiterkommen. Die Navigation ist einer der ersten Orte, an dem sich Probleme im Nutzerverhalten zeigen.

Mehrsprachige Shops: Navigation in verschiedenen Sprachen

Wenn du deinen Shop in mehreren Sprachen betreibst – entweder mit Shopify Markets oder einer App wie Weglot – musst du auch deine Menüpunkte übersetzen. Bei Shopify Markets kannst du Menüpunkt-Bezeichnungen direkt über den Übersetzungsbereich unter Einstellungen -> Märkte -> Sprachen anpassen.

Achte darauf, dass nicht nur die Bezeichnungen, sondern auch die verlinkten Inhalte – also Kollektions- und Seitentitel – übersetzt sind. Eine deutsche Menübeschriftung, die auf eine englische Kollektionsseite führt, wirkt unprofessionell und schafft Vertrauen ab.

Suchfunktion als Ergänzung zur Navigation

Keine Navigation der Welt kann jedes mögliche Suchmuster abdecken. Eine gut platzierte Suchfunktion im Header ist deshalb kein Ersatz für eine schlechte Navigation – aber eine wichtige Ergänzung für Besucher:innen, die gezielt nach etwas suchen.

Shopify bringt eine native Suchfunktion mit, die du im Theme-Editor aktivieren kannst. Für anspruchsvollere Anforderungen – Autocomplete, Filterung, Synonym-Handling – gibt es Apps wie Searchie oder Boost Commerce. Das lohnt sich vor allem bei großen Sortimenten, bei denen die Navigation allein nicht ausreicht.

Autorenbox

Hi, ich bin Fabian und unterstütze  Shopify-Shops. Mein Fokus liegt dabei auf zwei Bereichen: der Optimierung von Onlineshops und der gezielten Traffic-Generierung über Google. Und wenn zwischen Kundenprojekten noch etwas Zeit bleibt, teile ich hier im Blog praktische Tipps – direkt aus der Praxis für die Praxis.

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Fabian Bauer
SEM & CRO Manager für Shopify

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