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Shopify Steuern richtig einstellen: So konfigurierst du die Steuereinstellungen korrekt

Fabian Bauer
SEM & CRO Manager
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Die Steuereinstellungen gehören zu den wichtigsten Grundeinstellungen eines Shopify-Shops. Sind sie falsch konfiguriert, können fehlerhafte Rechnungen, Probleme in der Buchhaltung oder falsche Steuerberechnungen entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Einstellungen du in Shopify prüfen solltest und worauf es bei der Konfiguration besonders ankommt.

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Wo findest du die Steuereinstellungen in Shopify?

Alle steuerrelevanten Einstellungen findest du in deinem Shopify-Adminbereich unter
Einstellungen → Steuern und Zollgebühren.

Hier kannst du festlegen,

  • in welchen Ländern du Steuern erhebst,
  • welche Umsatzsteuer-ID verwendet wird,
  • ob Versandkosten versteuert werden,
  • ob Preise inklusive oder exklusive Steuern angezeigt werden,
  • und ob für einzelne Produkte abweichende Steuersätze gelten.

Für die meisten Shopify-Shops reichen die Standardfunktionen vollkommen aus. Verkaufst du jedoch international oder bietest Produkte mit unterschiedlichen Steuersätzen an, solltest du die Einstellungen sorgfältig prüfen.

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Die Grundeinstellungen überprüfen

Im unteren Bereich der Steuereinstellungen findest du verschiedene allgemeine Optionen. Für die meisten deutschen Onlineshops sollten unter anderem folgende Punkte aktiviert sein:

  • Umsatzsteuer auf Versandkosten berechnen
  • Produktpreise inklusive Steuern behandeln
  • Steuern auf digitale Produkte erheben (falls zutreffend)

Welche Einstellungen für deinen Shop korrekt sind, hängt jedoch immer von deinem Geschäftsmodell ab. Verkaufst du beispielsweise ausschließlich ins Ausland oder bist Kleinunternehmer, gelten andere Voraussetzungen. Im Zweifel solltest du die Konfiguration gemeinsam mit deinem Steuerberater abstimmen.

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Zollinformationen für Produkte hinterlegen

Wenn du physische Produkte international versendest, können Zollinformationen relevant werden.

Bei jedem Produkt bzw. jeder Produktvariante kannst du unter anderem hinterlegen:

  • Herkunftsland
  • HS-Code (Warentarifnummer)

Diese Informationen werden von verschiedenen Versand- oder Steuer-Apps genutzt und erleichtern die Zollabwicklung. Verkaufst du ausschließlich Produkte derselben Kategorie, kannst du diese Angaben auch global hinterlegen und sparst dir die Pflege bei jedem einzelnen Artikel.

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Umsatzsteuer für Europa konfigurieren

Unter den Steuerregionen findest du den Bereich Europa.

Hier hinterlegst du zunächst deine Umsatzsteuer-ID und legst anschließend fest, wie Shopify die Umsatzsteuer innerhalb der EU berechnen soll.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Nutzung des deutschen Steuersatzes

Kleinere Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Verkäufen innerhalb der EU weiterhin den deutschen Umsatzsteuersatz verwenden.

OSS-Verfahren nutzen

Überschreitest du die gesetzlichen Lieferschwellen, solltest du das OSS-Verfahren (One-Stop-Shop) verwenden.

In diesem Fall berechnet Shopify automatisch den jeweils gültigen Mehrwertsteuersatz des Ziellandes. Verkaufst du beispielsweise nach Österreich, verwendet Shopify automatisch den dort gültigen Steuersatz.

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Steuerdienstleistungen von Shopify

Shopify bietet zusätzlich kostenpflichtige Steuerfunktionen an.

Diese erweitern den Standardumfang beispielsweise um Funktionen für:

  • B2B-Verkäufe
  • automatisierte Rechnungsprozesse
  • weitere Steueroptionen

Für viele klassische deutsche Shopify-Shops sind diese Zusatzfunktionen jedoch nicht zwingend notwendig. Wer ausschließlich im Inland verkauft und keine besonderen Anforderungen hat, kommt meist problemlos mit den Standardfunktionen aus.

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Unterschiedliche Steuersätze für einzelne Produkte

Nicht alle Produkte unterliegen dem gleichen Mehrwertsteuersatz.

Deshalb kannst du in Shopify Steuerüberschreibungen anlegen und bestimmten Produkten beispielsweise einen reduzierten Steuersatz von 7 % zuweisen.

Dafür legst du eine manuelle Kollektion an und weist dieser den entsprechenden Steuersatz zu.

Ein kleiner Nachteil dabei: Aktuell lassen sich hierfür keine automatischen Kollektionen verwenden. Die Produkte müssen daher manuell zugeordnet werden. Bei sehr großen Sortimenten kann sich deshalb der Einsatz einer entsprechenden Shopify-App lohnen.

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Preise immer inklusive Steuern anzeigen

Bei jedem Produkt solltest du prüfen, dass der Preis inklusive Steuern hinterlegt ist.

Gerade im B2C-Bereich ist das in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Nettopreise dürfen gegenüber Endkunden grundsätzlich nicht ohne Weiteres angezeigt werden.

Zusätzliche Einstellungen findest du außerdem unter Markets. Dort kannst du je Verkaufsland unter anderem festlegen,

  • wie Steuern angezeigt werden,
  • ob Preise dynamisch angepasst werden,
  • oder ob für einzelne Märkte besondere Steuerregeln gelten.

Diese Einstellungen sind insbesondere für internationale Shops oder B2B-Shops interessant.

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Die Steuereinstellungen testen

Nach der Einrichtung solltest du die Konfiguration unbedingt überprüfen.

Am einfachsten funktioniert das über eine Testbestellung in Shopify. So kannst du kontrollieren,

  • ob die Umsatzsteuer korrekt berechnet wird,
  • ob die Steuer im Produktpreis enthalten ist,
  • und ob die Werte richtig in der Bestellübersicht erscheinen.

Das ist besonders wichtig, da diese Daten später auch an Buchhaltungssoftware, Rechnungstools oder Warenwirtschaftssysteme übergeben werden. Fehler in der Steuerkonfiguration können sich deshalb auf viele nachgelagerte Prozesse auswirken.

Autorenbox

Hi, ich bin Fabian und unterstütze  Shopify-Shops. Mein Fokus liegt dabei auf zwei Bereichen: der Optimierung von Onlineshops und der gezielten Traffic-Generierung über Google. Und wenn zwischen Kundenprojekten noch etwas Zeit bleibt, teile ich hier im Blog praktische Tipps – direkt aus der Praxis für die Praxis.

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Fabian Bauer
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